Benefizturnier der Kolpingfußballer ein voller Erfolg –
Stolz dürfen die Organisatoren der Schifferstadter Kolpingsfußballer auf den Verlauf ihres diesjährigen Benefizturnieres an Allerheiligen sein, das erstmals „im Exil“ in der Böhl-Iggelheimer WAHAGNIES-Halle durgeführt wurde. Ein großes Dankeschön der Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Peter Christ sowie Herrn Willi Hammer vom örtlichen Handballverein für die uneigennützige räumliche und technische Unterstützung.
„Eine fantastische Halle, eine tolle Stimmung sowie verlässliche Mannschaften zeigen, dass unser Benefizturnier über Jahre nichts an seiner Faszination verloren hat“, beschreiben Trixi Rehberger und Judith Cuyle vom veranstaltenden Freundeskreis Iquique die Stimmungslage. Und das alles dienst nur dem einen Zweck, nämlich der Unterstützung des Kinderhilfswerkes „El Rubio“ in Iquique/Chile, einst gegründet vom mittlerweile verstorbenen Pirmasenser Steyler Missionar, Bruder Paul Oden.
Neben dem Sportlichen, wo in einem hochklassischen Endspiel die Jungkolpingler die Jungs von der Stadtkapelle hauchdünn erst im 9m-Schießen bezwangen, gab es noch viel Bemerkenswertes am Spielfeldrand. Dass mittlerweile auch junge Frauen bei der ein oder anderen Mannschaft die Sportschuhe schnüren, sieht man beim
Veranstalter als eine positive Entwicklung.
Mit dem neuen Hallensprecher Stefan Kolb, einst Moderator in der Ringerbundesliga beim VfK Schifferstadt, zog der für den Spielbetrieb verantwortliche Kolpingbruder Bernd Sommer ein Ass aus dem Ärmel.
Viel Spaß bereiteten den Mannschaften die neuen, von der VR-Bank gesponserten 4m-Tore, die ganzjährig von den Organisatoren der KITA St. Konrad zur Verfügung gestellt werden. Tolle Torschussaktionen und Torhüterleistungen animierten immer wieder das Publikum zu Szenenapplaus. „Man of the match“, wie eine Auszeichnung
aus dem großen Sport lautet, war unbestritten Torhüter Dennis Walter vom Neuling CVJM, der die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung brachte. Das Team des CVJM war zweifelsohne eine Bereicherung für diese Veranstaltung.
Unter dem Motto „Väter spielen mit ihren Söhnen“ überraschten die Kolpingsenioren mit einer bemerkenswerten Aufstellung und erreichten im kleinen Finale Platz drei. Den Fairnesspreis für „gelebte Gemeinschaft“ überreichte symbolisch Karl Teutsch vom Orga-Team bei der Siegerehrung dem Mannschaftskapitän der Sportgruppe
Forum Delta aus Mannheim, einem Verein für Persönlichkeitsbildung. Delta-Kapitän Pablo Vierthaler erklärte sich bereit, die kurzfristig dezimierte Mannschaft der SG Stadtwerke/Stadtverwaltung zu verstärken, damit man wenigstens einen Auswechselspieler hatte. Letztendlich durfte er bei den Platzierungsspielen gegen sein eigenes Team antreten, das am Ende knapp gewann.
Einen Wermutstropfen hatte die Veranstaltung allerdings doch noch zu vermelden: Die Bitte an die Stadtverwaltung Schifferstadt um zur Verfügungstellung des Bürgerbusses zwecks Transports mobil eingeschränkter Bürger, wurde negativ beschieden. Für die Kolpingsfamilie, die im kommenden Jahr 125 Jahre alt wird und viel Segensreiches für die Stadtgesellschaft geleistet hat, eine herbe Enttäuschung. Umso erfreuter war man, als kurzfristig das Rote Kreuz einsprang und seinen Vereinsbus (ehemals Bürgerbus) zur Verfügung stellte. Für die spontane Hilfe gebührt dem Roten Kreuz sowie dem Fahrer Peter Imo größte Anerkennung. Dass sich Blessuren und Verletzungen im sportüblichen Rahmen hielten, war zum einen dem fairen Verhalten der Mannschaften geschuldet, zum anderen den „heilenden Händen“ von Kolpingsschwester Anita Teutsch, die als Erste-Hilfe-Kraft überschaubare Einsätze hatte. „Keine Vorkommnisse“ lautete der trockene Kommentar der beiden umsichtigen Schiedsrichter Achim Isselhard und Michael Cuyle.
Bestens versorgt wurden die Spieler*innen und Gäste vom Kolping-Bewirtungsteam um Wolfgang Hardes, die neben dem üblichen Speise- und Getränkeangebot mal wieder ein überragendes Kuchen-/Tortenbüfett feil hielten.
Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr 2026 noch einmal „ausgelagert“ werden muss, liegt allein in den Händen der Kreisverwaltung, die für die Sanierung der Neuen Kreissporthalle verantwortlich zeichnet. Wenn das Motto der neuen Bundesregierung „Abbau der Bürokratie“ tatsächlich zündelt, dann dürfen die Organisatoren des Events hoffnungsvoll ins Neue Jahr blicken. Zudem wäre es den Schüler*innen sowie den Schifferstadter Vereinen zu wünschen, dass die Schulsportstätten schnell wieder vollumfänglich nutzbar wären.
Mit dem diesjährigen Spendenbetrag von 6.150 Euro senden die Kolping-Kicker erneut ein deutliches Signal an die Nachfolger von Bruder Paul in Iquique/Chile:
„WIR HABEN EUCH NICHT VERGESSEN!“